Chronik des AVB 1922

 

Gründungstag des Artillerie Verein war der 22.07.1922

 

Gründung des Vereins:

Folgende Herren traten am 22. Juli 1922 im Lokale des Wirten Wilhelm Bierewitz am „Deutschen Eck“ zwecks Gründung eines Artillerie Vereins zusammen

1.      Wilhelm Bierewitz                           6. Wilhelm Günther

2.      Jakob Wienen                                   7. August Koch

3.      Peter Wienen                                    8. Heinrich Kippels

4.      Peter Barawasser                              9. Johann Rustemeier

5.      Heinrich Engels                                10. Hubert Schmitz

Man wurde schon nach kurzen Erörterungen einig einen Verein unter dem Namen:

„Artillerie Schützenverein“ sofort zu gründen und ihn als Kompanie dem St. Sebastianus Schützenverein von Büderich anzugliedern.

 

Die erste Uniform des AVB bestand aus:

 

  • Schwarzem Anzug,

  • weißes Hemd mit Eckenkragen,

  • weiße Krawatte (Fliege),

  • Artilleriekappe,

  • Reitpeitsche und

  • weiße Handschuhe.

 

 

Büdericher Schützenkönige:

 

Bereits im Jahre 1925, also 3 Jahre nach der Gründung des Vereins, gelang es einem Artilleristen, die Würde des Büdericher Schützenkönigs zu erringen. Wir blicken mit Stolz zurück auf unsere Könige, die da sind:

 

  • 1925    Wilhelm Jungbluth

  • 1927    Hermann Toups

  • 1928    Heinrich Stamm

  • 1931    Wilhelm Bademann

  • 1936    Toni Rustemeier

  • 1938    Adam Steins

  • 1970    Hans Rustemeier

  • 2016    Niko Neuville

 

 Die Standarte: 


Die erste Standarte wurde laut den Aufzeichnungen am 25.01.1938 in Kapellen für 80 DM gebraucht gekauft und für 40 DM umgearbeitet. Die Standartenweihe fand am 08.05.1938 statt.

 

 

Geschütze des AVB:

 

 

Nachdem man zunächst nur mit geliehenen Geschützen am Büdericher Schützenfest teilnehmen konnte, war man stolz, im Jahre 1927 der Büdericher Bevölkerung 2 eigene Geschütze präsentieren zu können. Diese konnten durch die freundliche Unterstützung der Herrn Proschek und Kreitl von den Böhler-Werken und der Baufirma Smets in Oberkassel gebaut werden.

 

Die eigentliche Übernahme der beiden Geschütze führte der Verein am 8. Mai 1927 durch ein besonderes Fest, bei diesem erhielten die beiden Geschütze ihre kirchliche Einsegnung durch den Kaplan Esch von hier, das Fest wurde durch Kanonendonner und Zapfenstreich des Tambourkorps am Abend vorher eingeleitet. Um 11 Uhr morgens nach dem Hochamt erhielt

    

das I. Geschütz bei der Weihe den Namen: „St. Sebastian“,

 

das II. Geschütz bei der Weihe den Namen: „St. Mauritius“,

 

 der ja unser Kirchenpatron ist. Bei der weltlichen Feier am Nachmittag versammelten sich sämtliche Kompanien des Schützenvereins  und die übrigen Vereine des Ortes in dem Sammellokal bei Delmes, Düsseldorfer Straße, Ecke Poststraße. Auch der Bruderverein von Heerdt war erschienen. Vom Sammellokal Delmes setzte sich der ganze Zug in Bewegung und zog unter Musik und Trommelwirbel über die Düsseldorfer Straße an der Kirche vorbei, über die Dorf-, Post- und Witzfeldstraße. Am Ausgang dieser fand die Paradeaufstellung statt, dann nahmen die geistliche und weltliche Behörde, der Schützenkönig mit Gefolge nebst Ehrendamen, die Ehrengäste und der St. Sebastianus Schützenvorstand die Parade ab. Es war bei dem schönen Wetter ein glänzendes Schauspiel, welches Tausende von Menschen herbei gelockt hatte. Dann ging es zum Stammlokal bei Bierewitz am „Deutschen Eck“, wo die beiden Geschütze verhüllt auf der Bühne standen, die Feier begann mit einem Einladungsmarsch des Osterather Blasorchesters. Fräulein Maria Ringer sprach dann einen von unseren Heimatdichter Peter Hink verfassten sehr sinnvollen Festprolog. Als Angebinde überreichte ihr der Schützen General Anton Holz einen Blumenstrauß. In der Festrede begrüßte der Vorsitzende des Artillerie Schützenvereins, Herr Jakob Wienen, die geistliche und weltliche Behörde, den Schützenkönig Joseph Delmes mit seinem Gefolge, die Ehrenmitglieder und Ehrengäste und sämtliche Vereine und dankte allen, die zur Verschönerung des Festes beigetragen hatten. Er übergab dann das Wort zum Protektor des Artillerie Schützenvereins, Herrn Gewerbeschulleiter Adolf Fells, welcher in schwungvoller Ausführung sinnvolle und wirkungsvolle Worte an die Versammlung, insbesondere aber an den Artillerie Schützenverein richtete. Ebenso fanden der damalige Pfarrer Joseph Zaunbrecher, der stellvertretende Bürgermeister, Regierungsreferendar Grafe und der Vorsitzende des St. Sebastianus Schützenvereins, Herr Johann Jülich herzliche Glückwunschworte. Unter den Klängen der Musik wurde dann auf zwei von dem Mitglied Wilfried Driehsen angefertigten Holztafeln von den Anwesenden, welche von den Ehren Jungfrauen zu den Tafeln geführt wurden, nachdem man einen Obolus geopfert hatte, die Ehrennägel eingeschlagen. Die eingeschlagenen Ehrennägel bildeten den Namen St. Sebastian und Mauritius. Die Ehrentafeln hängen zurzeit im Stammlokal.

 

Leider fielen diese Geschütze dem 2. Weltkrieg zum Opfer. Sie verbrannten und lediglich die beiden Rohre konnten für den Bau neuer Geschütze verwandt werden. Die neuen Geschütze wurden im Jahre 1951 fertiggestellt werden und wiederum waren es die Böhler-Werke, welche dies mit großzügiger Unterstützung möglich machten.

 

 Der Artillerie Verein erhielt im Jahre 1972 eine Salutkanone und erweiterte sie um eine Protze, so dass ein 3. zusätzliches Geschütz entstand, welches auch an den Schützenumzügen teilnehmen konnte.


Vorsitzende: 


Schon bei der Gründung am 22.07.1922 ist von Jakob Wienen als 1. Vorsitzenden die Rede. Die dann im November 1932 wieder beginnenden Aufzeichnungen beinhalten dann Jakob Wienen ebenfalls als gleichen Funktioner und zwar bis in das Jahr 1953.

 

1922 - 1954 :                  Jakob Wienen

1954 - 1959 :                      Paul Adams

1960 - 1961 :                      Christian Eschbach

1962 - 1979 :                      Theo Pfeiffer

1980 - 1985 :                      Hans Rustemeier

1986 - 1996 :                      Jakob Mayer

1996 - 1997 :                      Wilfried Rudolph

1997 - 1998 :                      Hans Rustemeier

1999 - 2007 :                      Manfred Rudolph

2008 - 2012 :                      Heinz Heger

2012 – 2017:                 Niko Neuville

2017 - heute                   Marcel Rudolph


Militärische Führung: 


Von 1922 bis 1952 sind die Unterlagen sehr undurchsichtig. Insbesondere bei diesem Punkt sind vielfach nur Dienstgrade ohne Namen genannt oder es ist von den „Hauptleuten“ die Rede, etc. Ab 1953 können in etwa die Personen nachvollzogen werden.

 

1925 -                    Zugführer - Major Peter Wienen

                                Adjutant - Johann Rustemeier

 

1952 – 1958:          Zugführer – Major Toni Boutty

                                          Adjutant – Willi I Rustemeier

 

1959 – 1999:          Zugführer - Major Rudi Niedenzu

                                          verschiedene Adjutanten, unter anderem Hans Rustemeier (1959-1965)

 

2000 – 2008:          Zugführer Major Jakob Mayer 

                                          Adjutant Jürgen Enke

 

2009 - 2011:         Zugführer Hauptmann Jürgen Enke

                                          Adjutant: Niko Neuville

 

2012 – heute:        Zugführer Major Niko Neuville

                                         Adjutant: Marcel Rudolph